(Uwe Mühling) Nach dem Sieg im Viertelfinale gegen die DJK Fiegenstall hat die Eintracht Kattenhochstatt nun auch im Halbfinale des Frauenfußball-Bezirkspokals wieder einen Bezirksoberligisten ausgeschaltet: Durch einen 3:1-Sieg gegen den TV Büchenbach zog das Team von Trainerin Maria Makowska ins mittelfränkische Endspiel ein.
Bei der früheren polnischen Nationalspielerin und Deutschen Meisterin (mit Turbine Potsdam), die seit vergangenem Sommer die Eintracht-Mädels coacht, war die Freude über den Erfolg ebenso riesig wie bei der Mannschaft, bei Spielleiter Stephan Rührer sowie bei den Fans. Dass alle im Team sehr konzentriert und diszipliniert mitziehen, nannte Makowska als einen wesentlichen Aspekt, warum es bei den Kattenhochstatterinnen derzeit so hervorragend läuft – was auch in der Bezirksliga Süd mit Tabellenrang drei gilt.
Drei Spiele binnen fünf Tagen
Die Eintracht hatte an Ostern ein Mammutprogramm mit drei Spielen binnen fünf Tagen zu bewältigen. Nach den Bezirksliga-Siegen am Gründonnerstag und Karsamstag gegen Wallnsdorf und Sulzkirchen folgte am Ostermontag gleich der Pokalknüller gegen das BOL-Team aus Büchenbach. Angesichts der hohen Belastung der vergangenen Tage war der Pokal-Coup gegen den Favoriten umso höher einzustufen.
Im Endspiel trifft das Eintracht-Team nun erneut auf einen Bezirksoberligisten, nämlich die DJK Nürnberg-Eibach, die sich im anderen Halbfinale mit 2:1 beim FC Pegnitz behauptete. Termin ist voraussichtlich am Donnerstag, 14. Mai (Christi Himmelfahrt), Genaueres zum Finale um den „Hiscox-Bezirkspokal“ wird noch bekannt gegeben.
Das Halbfinale vor über 100 Zuschauern in Kattenhochstatt war bei bestem Fußballwetter ein sehr faires und gutes Spiel von beiden Seiten. Der gastgebende Bezirksligist und die BOL-Truppe aus Büchenbach lieferten sich ein Match auf Augenhöhe und mit dem besseren Ende für Kattenhochstatt. Zunächst ging der TV 21 in der 34. Minute durch Vanessa Klupp mit 0:1 in Führung, was auch zugleich der Pausenstand war.
Im zweiten Durchgang legte die Heimelf einen Zahn zu. In der 48. Minute verwandelte Carina Pika eine Ecke direkt zum 1:1-Ausgleich. Büchenbach schien daraufhin ein bisschen schockiert zu sein, und die Eintracht legte nach: In der 63. Minute brachte Marlene Streng einen Freistoß gefährlich vors Büchenbacher Tor, und der Ball landete abgefälscht durch Marina Zippel zum 2:1 im eigenen Netz.
Zu diesem Zeitpunkt hatte Kattenhochstatt mehr Zugriff auf das Spiel und ließ defensiv fast nichts zu. Einmal musste Torhüterin Marie Blischke mit einer Glanztat den möglichen Ausgleich verhindern. Nach Zuspiel von Laura Eder machte dann in der 87. Minute Christina Rührer den Deckel drauf: Sie traf mit einem schönen Linksschuss zum 3:1-Endstand, wobei die TV-Keeperin etwas unglücklich aussah.
Nach dem Schlusspfiff bejubelte die Eintracht den Erfolg, der auch „vollkommen verdient“ war, wie Spielleiter Stephan Rührer befand. „Die Moral und der Kampfgeist haben heute gesiegt“, sagte er weiter.
Eintracht Kattenhochstatt: Blischke, Streng, Ossinger, Julia Rührer, Jeworrek, Görg, Gutgesell, Christina Rührer, Pika, Eder, Larissa Pfeifer (eingewechselt: Erdmannsdörfer, Mürl, la Rocca, Roßkopf, Katharina Pfeifer).
